Der Selbstabholer

Der Selbstabholer
(oder wos ma duat, wenn´s Bier aus geht)

Neilich is ma wos passiert, da hätte I mi beinah blamiert.
d`Nachbarn, de warn do bei mir,
auf an Leberkas und auf a Bier.

„Party“ nennt ma so wos heut
und alle ham´ se scho drauf gfreit.

Lusti war´s und d´Leit ham drunga
und ham zu da Musi gsunga.

Wia I geng´spat in Kella geh,
segi mei Zenzi unten ste´
ganz verlegn´ steht sie so do
und sogt: Du Oida s´Bier is go.

Leit glaubt´s wenn I euch sag,
des war für mi a harter Schlag.

Zehne war´s und G´schäfta zu
Stub´n voll Leit, mit Durscht grad gnua.

Doch dann is´bei mir da Groschn g´foin
mir kannt´n uns a Weißbier hoin.

Zum „Andorfer“ bin i gfahrn auf d´Ries
denn´s Bier is guat, des woas ma g´wiß.

Im gelb´n Trags und kellerkoid
so hob es griagt und a glei zoid!

Dahoam war´n alle dann recht zfried´n
wia i dann mit´n Weißbier kemma bin.

Und gschmeckt hat´s eana
Ihr kennt´s es frogn
„unbandig guat“, des wern´s euch sag´n.

Ihr Leut, Ihr wißt´s jetzt wia mas macht,
wenn´s Bier aus geht, dahoam auf d´Nacht!